Unser neuer Bischofs Heinrich Timmerevers hat sich vorgenommen, bis Mitte Juni dieses Jahres alle 34 VG im Bistum persönlich zu besuchen. Dafür nimmt er sich jeweils einen ganzen Tag Zeit.

Am 13. Januar besuchte er erstmalig unsere VG. Dabei begleiteten ihn vom Ordinariat unser Prozessberater im Erkundungsprozess, Dr. Christian März, und Bischofsassistent Michael Weber. Der Bischof besuchte alle Gottesdienstorte, besichtigte dort Kirche, Pfarrhaus und Gemeindezentrum und ließ sich von Vertretern der jeweiligen Pfarrei bzw. Filialgemeinde die Situation vor Ort erläutern.

Seine Fahrt durch die VG startete um 09:00 in Wilsdruff. Danach folgten Besuche in Nossen, Lommatzsch und im Meißner Altenpflegeheim St. Benno. Nach einem Gespräch mit den Hauptamtlichen der VG und dem Mittagessen ging es weiter nach Weinböhla, Coswig und Radebeul. Damit hatte er alle 7 Gottesdienstorte unserer VG gesehen.

Hier in Radebeul war zunächst das Treffen mit Vertretern von Pfarrgemeinderat (PGR) und Kirchenrat (KR), die die Situation der Gemeinde erläuterten.
Danach sprach er in einer gemeinsamen Sitzung mit der gesamten Steuerungsgruppe der VG und allen Hauptamtlichen.
Um 18:30 feierte unser Bischof mit der Radebeuler Gemeinde und etlichen Gästen aus anderen Teilen der VG eine Hl. Messe. Die Kirche war gut gefüllt und am anschließenden Plenargespräch mit allen Interessierten nahmen etwa 65 Personen teil.

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Bischof Timmerevers stellte sich zunächst vor und erläuterte dann seine Grundsätze bei der Neustrukturierung der Seelsorge im Bistum. Diese beinhaltet die Bildung von VG und daraus entstehender (Groß-)Pfarreien.

Seine Devise ist: “So viel wie möglich vor Ort, nur so viel wie nötig gemeinsam.” Er meinte: “Eine Verwaltung kann man zentralisieren – kirchliches Leben kann man nicht zentralisieren. Das findet vor Ort statt.”

Bischof Timmerevers sieht eine bedeutende Stellung der Ehrenamtlichen als Priorität an und möchte sie deshalb stärken. So sagte er: “Die Laien sollen ihre Aufgaben erkennen und wahrnehmen. Dazu sollen sie geschult werden.”

Der Bischof machte auch Angaben zum zeitlichen Ablauf der Bildung der VG mit dem Ziel der Neuerrichtung einer gemeinsamen Pfarrei.
2021 feiert das Bistum Dresden-Meißen den 100. Jahrestag seiner Neuerrichtung.
Vorher, bis Sommer 2020, soll die Neustrukturierung der Seelsorge im Bistum abgeschlossen sein. Das bedeutet, alle 34 VG sind dann zu Pfarreien umgewandelt worden.

Der Bischof möchte diese Pfarrei-Neuerrichtung in jeder VG persönlich begleiten und bei dem feierlichen Gottesdienst dabei sein.
Der erste mögliche Termin zur Errichtung einer VG-Pfarrei wird der 1. Advent 2017 sein, der letzte Termin der 28. Juni 2020.

Bis zum 1. Advent d.J. werden für die Arbeit der Gremien in den neuerrichteten Pfarreien Übergangsregelungen für die Arbeit der Gremien erlassen. Es wird bis Mitte 2020 keine Wahlen von PGR oder Bestellungen von KR geben.
In der 2. Jahreshälfte 2020 wird dann an jedem Gottesdienstort ein örtlicher “Gemeinderat” gewählt. Die 7 “Gemeinderäte” wählen dann aus ihrer Mitte den zentralen PGR für die neuerrichtete Pfarrei. Dabei gilt das Subsidiaritätsprinzip. Das bedeutet: Nur das, was die untere Struktureinheit nicht leisten kann, wird von der nächsthöheren übernommen.

Gegen 21:30, eine halbe Stunde später als geplant, machte sich unser Bischof auf den Heimweg, nicht ohne vorher der Gemeinde Radebeul und allen Gläubigen in der VG seinen Dank für die geleistete Arbeit auszusprechen und allen bei der Bewältigung der noch kommenden Aufgaben alles Gute und Gottes Beistand zu wünschen.

Diesen Beistand werden wir auch brauchen können, denn wie sagte es Bischof Timmerevers: “Wir leben in einer Umbruchsituation”.

Werner Stammwitz

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Im Anschluss an diesen Besuch erhielten wir einen Brief von unserem Bischof. Hier skizziert Bischof Heinrich Timmerevers den weiteren Weg im Erkundungsprozess bis hin zur Gründung einer neuen Pfarrei aus unserer Verantwortungsgemeinschaft heraus.

Lesen Sie hier sein Schreiben:

Brief Bischof 2017-01-31